Gütertrennung benachteiligt Ehegatten im Erbfall

Gerade Unternehmer vereinbaren oftmals den Güterstand der Gütertrennung, um eine Zerschlagung des Unternehmens im Falle der Ehescheidung vermeiden zu können. Unbekannt sind den meisten Unternehmern jedoch die die damit verbundenen Nachteile beim Tod des Unternehmers.

Bei Ehen im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft erbt der überlebende Ehegatte als gesetzlichen Erbteil 50% und die Kinder erhalten zu gleichen Anteilen das restliche Erbe. Haben die Ehegatten als Güterstand dagegen die Gütertrennung vereinbart, erhält der überlebende Ehegatte nur 25% und die Kinder zu gleichen Teilen das restliche Erbe. In den wenigsten denkbaren Fällen ist die Vereinbarung dieses erbrechtlich ungewollten Güterstandes der Gütertrennung überhaupt erforderlich, da der Schutz des Unternehmens auch durch eine sogenannten modifizierte Zugewinngemeinschaft erreicht werden kann. Dabei belassen es die Ehegatten bei der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft und vereinbaren einvernehmlich, dass nur das Unternehmen im Falle der Ehescheidung im Rahmen des Zugewinnausgleichs keine Berücksichtigung findet. Daneben kann und sollte auf eine Erhaltung des Unternehmens durch ein Testament mit entsprechenden Anordnungen und gegebenenfalls der Einrichtung einer Testamentsvollstreckung stets aktiv hingewirkt werden.


%d Bloggern gefällt das: