Das neue P-Konto schützt das Guthaben bei Kontopfändungen

Seit dem 1. Juli 2010 kann bei Kontopfändungen das Guthaben durch das neue P-Konto geschützt werden.

Auf Antrag des Kunden ist jede Bank gesetzlich verpflichtet, ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Der Anspruch kann notfalls gerichtlich durchgesetzt werden. Auch wenn der Pfändungsbeschluss der Bank schon zugestellt wurde, ist die Umwandlung des Kontos in ein P-Konto noch möglich. Das P-Konto bewirkt einen Basispfändungsschutz in Höhe von monatlich 1.028,89 EUR, der bei Unterhaltsverpflichtungen, Kindergeldbezug oder anderem gesundheitlich bedingten Mehraufwand erhöht werden kann. Der erhöhte Sockelschutz ist allerdings nur mit einer Bescheinigung möglich, die z.B. von Rechtsanwälten als sog. geeigneter Stelle ausgestellt werden kann. Auch bei Pfändungen zum Monatsende ist nun abweichend zur früheren Rechtslage der vollständige pfändungsfreie Monatsbetrag geschützt. Auch Verbrauchern, die ein Insolvenzverfahren anstreben oder deren Insolvenz bereits eröffnet ist, kann zur Einrichtung eines P-Kontos nur geraten werden, da das neue Pfändungsschutzkonto insolvenzfest ist. Nur soweit das Kontoguthaben den Sockelbetrag überschreitet, kann es vom Treuhänder oder Insolvenzverwalter zur Masse gezogen werden. Eine Sperrung des Zugriffs auf das Konto bei der Insolvenzeröffnung wird bei einem P-Konto zukünftig entfallen.


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