Bei Schiffsfonds vor Jahresende Ansprüche gegen Berater prüfen

Zahlreiche Schiffsfonds sind in letzter Zeit entweder schon insolvent geworden oder in Sanierungsbemühungen. Betroffene Anleger sollten prüfen lassen, ob Schadensersatzansprüche gegen den Anlageberater oder die Bank durchgesetzt werden können. 

Schiffsfonds bilden in der Regel unternehmerische Beteiligungen, die das Risiko bergen, das eingesetzte Kapital anteilig oder sogar Vollständig zu verlieren (Totalverlustrisiko). Die Risiken einer solchen Beteiligung müssen daher einen Schwerpunkt der Beratung durch die Bank oder den Anlageberater bilden. In der Vergangenheit haben sich die schwersten Beratungsfehler darin gezeigt, dass keine Aufklärung über die Weichkosten und Vertriebsprovisionen (sog. Kickbacks) erfolgte, Währungsrisiken bei der Kapitalbeschaffung nicht erwähnt wurden, kein Hinweis auf ein mögliches Wiederaufleben der Anlegerhaftung gegeben wurde, nicht auf möglicherweise schwankende Charterraten hingewiesen wurde und keine Aufklärung über das Totalverlustrisiko erfolgte. Zu beachten ist das Verjährungsrisiko betreffend die Schadensersatzansprüche, weil drei Jahre ab der möglichen Kenntnis von der Aufklärungspflichtverletzung die Verjährung eintritt. Bei Schiffsfonds, die bereits im Jahr 2009 über Sanierungsbemühungen berichtet haben oder Finanzierungskonzepte erarbeitet haben, sollte vor dem Jahresende dringend noch durch gerichtliche Klage die Verjährung unterbrochen werden.


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